1830

Schulgründung . Am 6.5.1830findet die feierliche Eröffnung der Schule unter dem Namen „Höhere Bürger- und Realschule Elberfeld“ statt. 182Schüler werden im Schulgebäude am Kirchplatz ( heute Laurentiusplatz ) von 13 Lehrern unterrichtet. Erster Direktor ist der erst 37jährige Professor Peter Caspar Egen. Schon ein halbes Jahr nach Schulgründung der erste Umzug. Das neue Schulgebäude befindet sich auf dem Grundstück Herzogstr. 37 ( heute Vorplatz des Glanzstoff Hochhauses ).

1831

Carl Fuhlrott wird als Lehrer eingestellt.

1848

Professor Philipp Wackernagel übernimmt die Leitung der Schule, nachdem Peter Caspar Egen nach Berlin berufen wird, um dort das preußische Gewerbeschulwesen zu reformieren.

1856

Carl Fuhlrott wird ein Knochenfund aus dem Neandertal vorgelegt. Er erkennt, noch bevor Charles Darwin seine Lehren veröffentlicht hat, dass es sich um einen Urmenschen handeln muss. Mit anderen Worten: Carl Fuhlrott entdeckt den Neandertaler.

1860

Nachdem Prof. Wackernagel in den Ruhestand gegangen ist, wird die Schule für 2 Jahre kommissarisch von Carl Fuhlrott geleitet.

1862

Neuer Schuldirektor wird Dr. Ludwig Schacht.

1877

Carl Fuhlrott stirbt am 17.Oktober 1877 in seiner Wohnung Laurentiusstrasse 22. Er ist 73 Jahre alt und noch immer im Schuldienst. An seinem Wohnhaus erinnert heute eine Gedenktafel

1879

Umzug der Schule in ein neu errichtetes Gebäude auf dem Schulgrundstück Herzogstr. 37. Am 7.1.1879 wird es seiner Bestimmung übergeben.

1880

50 Jahrfeier am 21.5.1880. Von Dr. Schacht wird eine ausführliche Festschrift herausgegeben, die die Geschichte der Schule in Kommentaren und Dokumenten lebendig veranschaulicht.

1883

Dr. Heinrich Börner wird mit 37 Jahren neuer Direktor. Er leitet die Schule 26 (!) Jahre lang.

1884

Unsere Schule wird Realgymnasium.

1900

Umzug der Schule von der Herzogstr. 37 in das Gebäude Aue 93 ( heute Katholische Hauptschule Bundesallee30 )

1907

Das im Schulbesitz befindliche Planetenmodell ( Sonne-Erde-Mond-Maschine) wird nach München verkauft. Sie ist heute als Prunkstück der astronomischen Sammlung des Deutschen Museums zu besichtigen

1908

Das 32köpfige Lehrerkollegium läßt sich vor dem Eingangstor der Aue fotografieren.Gründung der Realschule Cronenberg. Nach der Pensionierung von Dr. Börner wird Prof. Hugo Wundram  neuer Schulleiter. Gründung des Vereins ehemaliger Schüler. Gründungsmitglied Otto Schulemann besuchte noch das alte Schulgebäude in der Herzogstrasse, machte den Umzug zu Aue mit und legte dort 1905 das Abitur ab. Von 1914bis 1950war Schulemann als Lehrer an der Aue tätig. Den Verein der Ehemaligen leitete er als Vorsitzender von 1938 bis 1957.

1918

Während des ersten Weltkriegs stirbt eine Vielzahl von Schülern. An sie erinnert ein 1923 errichteter Gedenkstein. Er befindet sich heute auf dem östlichen Schulhof am Jung-Stilling Weg.

1920

Zur Vergrößerung auf das Bild klicken. Dargestellt wird die Quarta (7.Klasse) des Schuljahres 1920

1922

Foto des Lehrerkollegiums

1926

Professor Hermann Zembrod (seit 1901 als Lehrer an der Schule) übernimmt die Leitung des Gymnasiums

1930

100jähriges Schuljubiläum Es erscheint eine Festschrift.Dr. Willy Bürger veröffentlicht ein Buch über das Leben von Carl Fuhlrott. Eine Zweitauflage erscheint 1946, eine Drittauflage 1956.

1931

Aus der Realschule Cronenberg wird eine höhere Mädchenschule. Später erhält sie den Status eines Progymnasiums

1933

Neuer Schulleiter wird Dr. Gustav Gräfer.

1938

Dr. Paul Vogel übernimmt die Schulleitung.

1941

Foto des Lehrerkollegiums vor dem Eingang der Aue.

1943

Beim Bombenangriff auf Elberfeld wird das Schulgebäude zum Glück nur leicht beschädigt. Dennoch evakuiert man 120 Schüler und 9 Lehrer nach Thüringen Unter der Leitung von Dr. Bürger läuft der Schulbetrieb in Debschwitz bei Gera weiter. Das Schulgebäude an der Aue dient als Kaufhaus, in dem die Besitzer ausgebombter Elberfelder Geschäfte ihre Waren anbieten. Viele Einrichtungen der Schule kommen in dieser Zeit weg oder werden zerstört. So auch das Planetarium der Aue.Derweil legen die Primaner in Thüringen ihre Abiturprüfung ab. Erschreckend: Aus den oberen Klassen werden Schüler von der Schulbank weg zum Militärhilfsdienst eingezogen. Viele kehren nicht mehr heim

1945

253 Schüler sind im 2. Weltkrieg umgekommen. Ihre Namen findet man auf einer von Kunstlehrer Karl Kohler entworfenen Gedenktafel, die 1955 in der Aue aufgestellt wird. Jetzt steht die Tafel im Schulgebäude am Jung Stilling Weg. Der Schulbetrieb an der Aue wird am 1. 10.1945 wieder aufgenommen. Der bereits seit 1909 als Lehrer an der Schule tätige Dr. Willy Bürger wird, nachdem er die Schule von 1933 bis 1945 mehrfach komissarisch geleitet hat, neuer Direktor. Es finden Sonderlehrgänge für die Schüler statt, die ihr Abitur während des Kriegs nicht machen konnten.

1949

Foto des 26köpfigen Lehrerkollegiums im Zeichensaal der Aue.

1950

Dr. Niels Wilsing übernimmt nach der Pensionierung von Dr. Bürger die Schulleitung

1955

125jähriges Schuljubiläum. Wieder erscheint eine Festschrift. Am 9.7.1955 gibt es anläßlich der Abiturientenentlassungsfeier einen Festakt in der Aula der Aue. Abends findet ein geselliges Beisammensein in den Zoogast-stätten statt. Foto des Lehrerkollegiums im Lehrerzimmer der Aue.

1957

Beginn des Schüleraustauschs mit Lorient.

1961

Die Aue verliert mit dem Bau der Bundesallee ihren Schulhof. Bedingt durch zunehmenden Verkehrslärm wird der Ruf nach einem neuen Schul-gebäude laut.

1963

Nachdem Dr. Wilsing zum Wilhelm Dörpfeld Gymnasium wechselt, wird Dr. Hans Walther zum neuen Direktor berufen. Ca. 480 Schüler besuchen das Gymnasium. Das Leherkollegium besteht aus 25 Kollegen.

1970

Das Gymnasium Aue wird mit dem Progymnasium Cronenberg zusammengelegt. Gleichzeitig führt die Schule die Koedukation  ein. Die ersten Sextanerinnenwerden eingeschult. Der neue Name der Schule lautet: „Gymnasium Süd“. 5 Jahre lang wird in zwei Gebäuden unterrichtet. Die Lehrer müssen pendeln. Der Grundstein für das neue Schulgebäude

1975

Das Schulzentrum am Jung Stilling Weg wird eröffnet. Unsere  Schule teilt sich das Gebäude mit einer Haupt- und einer  Realschule, bleibt aber selbständig. Pläne, die die Auflösung des Gymnasiums zu Gunsten einer Gesamtschule vorsahen, konnten sich dank des Engagements von Dr. Walther nicht  durchsetzen. Ca. 1250 Schülerinnen und Schüler werden von 80 Lehrkräften unterrichtet.

1976

Mit Jürgen Wirths wird nach der Pensionierung von Dr. Walther erstmalig ein ehemaliger Schüler zum Schulleiter berufen. Jürgen Wirths besuchte die Aue von 1949 bis 1958. Im Jahr1968 kehrte er als Lehrer zurück. 20 Jahre lang leitet er „seine“ Schule.

1980

150jähriges Schuljubiläum. Es findet ein viel beachteter Festakt in der Stadthalle statt. Der Born Verlag gibt eine Festschrift heraus. Sie enthält neben vielen Textbeiträgen und Fotos zur Schulgeschichte die Namen aller Abiturienten und Lehrer seit 1955 sowie die Namen der aktuellen Schüler. Das Lehrerkollegium läßt sich im Pädagogischen Zentrum ( PZ) der Schule fotografieren.

1986

Unsere Schule kann den ungeliebten Namen „Gymnasium Süd“ ablegen und nennt sich ab sofort nach ihrem bedeutendsten Lehrer und Leiter „Carl-Fuhlrott-Gymnasium“.

1990

Gravierende Baumängel werden 15 Jahre nach Bezug des neuen Schulgebäudes festgestellt. Es beginnt eine 12 Jahre lange Sanierung. Es besuchen 838 Schülerinnen und Schüler das Carl Fuhlrott Gymnasium

1995

Ein Brand vernichtet am 8.4.1995 die Sporthallen der Schule und das angrenzende Schwimmleistungszentrum. Während der Wiederaufbau der Hallen bereits 1997 ( Wiedereröffnung am 12.9.1997)vollendet wird, erfolgt der Wiederaufbau des Schwimmzentrums erst nachdem die Stadt durch ein Bürgerbegehren mit 42.000 Unterschriften hierzu gezwungen wird ( Inbetriebnahme am 28.8.1999).

1996

Karl Wilhelm Schröder, der seit 1979 als Lehrer an der Schule tätig ist, übernimmt die Schulleitung. Das Lehrerkollegium wird auf der Treppe des westlichen Schulhofs fotografiert.

1999

Werner Ringhand veröffentlicht ein Buch über das Leben von Carl Fuhlrott, das schwerpunktmäßig sein Wirken an unserer Schule behandelt.

2001

Die Sanierung des Schulgebäudes ist weitgehend abgeschlossen.Als letzte Maßnahmen werden die naturwissenschaftlichen Räumeumgebaut, die Eingangsbereiche erneuert, eine Cafeteria eingerichtet und Schallschutz im PZ verbessert.1351 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium. 81 Lehrer und 9 Referendare unterrichten. 

2005

Die Schule feiert Ihr 175-jähriges Bestehen. Es gibt drei Veranstaltungen: Ein Festakt in der Schule auf den Südhöhen und eine große Feier für die eigens die gesamte Wuppertaler Stadthalle angemietet wird. Den Abschluss der Feierlichkeiten soll der CFG-TAG im November bilden. Leider gibt es an diesem Samstagmorgen ein Schneechaos in Nordrhein-Westfalen, der CFG-TAG muss abgesagt werden. Doch schon eine Woche später entscheidet die Direktion, dass der CFG-TAG am 4. Februar des folgenden Jahres nachgeholt wird.